Holz und Linoldrucke

Im Druck
Seit Jahren ist ein verstärktes Interesse an Druckgrafik zu beobachten. Die Kunstzeitschrift a r t spricht von einer Renaissance altmodischer Techniken.“ (Holz & Linolschnitt, Radierung und Lithografie). Euphorisch vermeldet sie: „Nach dem Leipziger Malereiboom ist von hier ausgehend ein regelrechtes „Druckfieber zu beobachten“. (art, 12/2016) Die schon zu Boomzeiten sehr Aktiven wie Neo Rauch, Mattias Weischer und viele andere mehr, probieren und experimentieren mit Hoch & Tiefdruck was die Platte hält.
Beim künstlerischen Hochdruck ist vor allem an das Städtische Kunstmuseum Spendhaus in Reutlingen zu denken. In der Heimatstadt von HAP Grieshaber wird seit langer Zeit aktiv ausgestellt, gesammelt und gefördert. Zu erwähnen ist zudem die Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Ort zahlreicher innovativer ästhetischer und technischer Impulse.

Rainer Aring, der vor allem an der Folkwangschule für Gestaltung das Handwerk der Druckgrafik in den 70 Jahren (Meisterschüler bei Prof Hermann Schardt) gelernt und praktiziert hat, kehrt nach längeren Ausflügen“ in Malerei, Zeichnung und Collage immer wieder ins druckgrafische Genre zurück.
Seine Hochdrucke, Holz und Linolschnitte, sind weitgehend als Crossover von Überlagerungen zeichnerischer, malerischer oder collagierter Versatzstücke zu sehen. Auch mediale Bildschnipsel werden oft flächenhaft in Druckgrafik umgesetzt.
Durch den Unikatcharakter der vorliegenden Arbeiten zeigt er Möglichkeiten auf, aus den eingefahrenen Bezügen der Hoch-drucktechnik herauszutreten.

Harald Bosse